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STERILISATION DES MANNES

(30.04.2008) Nach erfülltem Kinderwunsch besteht in letzter Zeit vermehrt der Wunsch bei den Männern, eine bleibende Zeugungsunfähigkeit zu erreichen. Da es die Pille für den Mann nicht gibt und eine weitere Hormontherapie der Frau vermieden werden soll, bleibt als einfachstes ein kleiner operativer Eingriff. Nach Aufklärung über Ablauf und direkten Folgen des Eingriffs muss das Ehepaar schriftlich einwilligen. Zur örtlichen Betäubung werden auf jeder Seite des Hodensackes ca. 3–4 ml eines Betäubungsmittels in die Haut gespritzt. Nach kurzer Zeit können ca. 1 cm kleine Schnittchen in die Haut gemacht werden, um den jeweils tastbaren Samenleiter freizulegen und ein Stück von 2 cm zu entfernen. Eine feingewebliche Untersuchung der entnommenen Stücke wird empfohlen. Nach Wundverschluss ist es wichtig, dass der Patient sich für 2–3 Tage ruhig verhält, d. h. sich überwiegend hinlegt und lokal kühlt. Dadurch lassen sich Schwellungen, Blutergüsse und auch Schmerzen vermeiden. Für die ca. 2 Wochen dauernde Wundheilung sollten sportliche Aktivitäten gemieden werden.

Damit wäre der Eingriff überstanden, die Zeugungsunfähigkeit aber noch nicht erreicht, da sich noch viele Millionen lebensfähiger Spermien in Prostata und Samenblasen befinden. Nach 20–25 Samenergüssen kann man davon ausgehen, dass die gespeicherten Samenfäden entfernt sind. Es werden im Abstand von 4 Wochen 2 Samenproben in der Praxis untersucht. Sind keine Samenfäden mehr nachweisbar, ist das gewünschte Ergebnis erreicht und auf weitere Empfängnisverhütung kann verzichtet werden. Ein Rückgängigmachen ist nur unter seltenen Umständen möglich. Seit einigen Jahren wird der Eingriff von den gesetzlichen Kassen nicht mehr übernommen, eine private Abrechnung in Höhe von ca. € 400 müsste für das Gesamtpaket investiert werden.

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