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REIZBLASE

(29.05.2008) Für viele Frauen geht diese Erkrankung mit teilweise quälenden Beschwerden beim Wasserlassen einher. Ständiger Harndrang für ein paar Tropfen Urin, Schmerzen und Missempfindungen im Becken- und Genitalbereich und vermeintliche Infektionen vermitteln ein dauerndes Krankheitsgefühl. Auch häufige antibiotische Behandlungen sind die Folge, die aber nur, wenn überhaupt, zu kurzfristigen Besserungen führen. Auch alle Versuche, sich durch Einnahme verschiedenster Mittel zu helfen, schlagen überwiegend fehl.

Ursache der Störung sind antrainierte gehäufte Blasenentleerungen in Situationen, wenn man die Wohnung verlässt oder im Stress, obwohl die Blase nicht voll sein kann. Eine Reduzierung der Trinkmenge kann die Problematik verstärken. Auch seelische Erkrankungen, Partnerschaftsprobleme, Angstzustände oder auch sexuelle Störungen können sich mit einer Reizblasensymptomatik äußern. Die Sorge vor bakteriellen Infektionen mit aufsteigenden Keimen, die über die kurze Harnröhre oder beim Geschlechtsverkehr in die oberen Harnwege gelangen können, verleitet die Frauen zu übersteigertem Sauberkeitsbedürfnis. Allerdings wird durch die Zerstörung der normalen Scheiden- und Harnröhrenflora die Problematik eher verstärkt. Auch lokale hormonelle Mangelzustände im Genitalbereich kommen hinzu. Nach vollständigem Ausschluss einer organischen Ursache bleibt eine Therapie mit ausreichender Trinkmenge, seltenerem Wasserlassen, Wärmeapplikationen und manchmal auch unterstützenden Medikamenten neben einer Gesprächstherapie, um die wiederkehrende Problematik zu unterbrechen. Erst das Gefühl, dass man sicher und geschützt ist, schafft innere Erleichterung und führt zur Beruhigung des unteren Harntraktes.

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