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NEUER HARNTUMORMARKER FÜR DIE PROSTATA

(27.11.2008) Seit der Einführung des PSA-Wertes (Prostataspezifisches Antigen) im Jahre 1979 hat es viele Versuche gegeben, die Aussagefähigkeit bei der Früherkennung des Prostatakarzinoms zu erhöhen, um möglichst unnötige Probeentnahmen zu vermeiden. Eine seit einem halben Jahr auf dem Markt befindliche neue Methode bestimmt ein spezifisches Gen "PCA3", das, gebunden an einen Eiweißstoff im Harn, vermehrt bei Bestehen eines Prostatakarzinoms nachweisbar ist. Durch eine digitale rektale Prostatamassage gelangt Prostatasekret mit den dazugehörenden Zellen in die hintere Harnröhre, so dass in der ersten Portion des dann frisch gelassenen Urins diese Eiweißstoffe aufgefangen und einer laborchemischen Untersuchung zugeführt werden können. Die Bestimmung liefert eine quantifizierte Zahl (Score); je höher sie ist, umso wahrscheinlicher kann das Vorliegen eines Prostatakarzinoms bei einer Biopsie bestätigt werden. Umgekehrt bedeutet ein niedriger Score ein geringeres Risiko einer Entartung der Prostata.

Neben dem Tastbefund, einer Ultraschalluntersuchung und dem PSA-Test steht damit eine weitere Informationsmöglichkeit zur Verfügung. Da die Untersuchung von den Kassen leider nicht übernommen wird, sollte die Methode nicht bei jedem Mann sondern speziell bei unklaren Befunden eingesetzt werden wie normaler Tastbefund bei erhöhtem PSA, negativer Stanzbiopsie, familiärer Belastung oder bei der Frage nach der Aggressivität eines bereits festgestellten Krebses. Auch bei einer großen Prostata mit erhöhtem PSA oder unter ihrer medikamentösen Behandlung werden genauere Aussagen zum weiteren Vorgehen möglich.

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