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TABU – PENISKARZINOM

(06.02.2012) Durch Unwissenheit und schamhaftes Schweigen wird eine bösartige Erkrankung an der Vorhaut des Penis oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Meist sind ältere Männer betroffen, die wegen einer verengten Vorhaut (Phimose) die notwendigen hygienischen Maßnahmen mit komplettem Zurückstreifen der Vorhaut zum Waschen nicht mehr praktizieren können. Chronische bakterielle Entzündungen, häufig auch bei schlecht eingestellter Zuckerkrankheit, führen zu Verklebungen zwischen Eichel und Vorhaut. Auch sexuell übertragbare Viren (HPV – Human Papilloma Virus) führen zu Genital- (Feig-) Warzen und können, neben UV-Strahlung und Rauchen, die Entstehung des Krebses hervorrufen.

Wichtige Symptome sind Hautveränderungen, Verhärtungen oder Schwellungen an Eichel und/oder Vorhaut, auch Ausfluss oder Blutungen müssen weiter abgeklärt werden. Selbstuntersuchungen beim Waschen und eine jährliche Früherkennung lassen suspekte Areale frühzeitig erkennen und behandeln. Andernfalls drohen umfangreichere operative Maßnahmen, die, neben der psychischen Belastung, oft Probleme beim Wasserlassen und der Sexualfunktion hinterlassen. Bei eingetretener Metastasierung in die Leistenlymphknoten erfolgt zusätzlich eine Chemotherapie.

Eine sichere Vorbeugung bei bereits eingetretenen chronisch-entzündlichen Veränderungen an der Vorhaut ist nur durch eine Beschneidung, d. h. das Entfernen der verengten Vorhaut, möglich. Jede rechtzeitige Abklärung mindert das Risiko.

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